Freitag, 3. Mai 2013

Tag 13 – 20: Freitag – Freitag

Nach einigen Tagen Abstinenz vom Blog nun eine größere Hereingabe - 
Wir sind hier nicht besonders gut vernetzt und daher erscheinen die letzten Einträge nun gesammelt..... viel Spass

Freitag:
Am Freitag ging es von Florenz Richtung Süden an die Amalfiküste. Nach einer zunächst unkomplizierten Fahrt bei bestem Wetter erreichten wir nach etwa 6 Stunden Neapel.
Bei leichtem Regen ging es direkt durch in Richtung Sorrento (Golf von Neapel). Nachdem der Fahrer des Gespannes in noch emotional stabiler, jedoch schon leicht irritierbarer Stimmung, ob der bevorstehenden Küstenstrasse, konnte er, bei den ihn begrüßenden Serpentinen,  die Fahrt zunächst gelassen fortsetzen. Die Laune wurde jäh, durch einen endlos erscheinenden Stau vor Sorrento getrübt. Nach etwa 45 minütigem stop and go konnten wir in jetzt deutlich engeren und gewunderenen Strassen die Reise zum Endziel „Camping Nettuno“ (Bucht: Marina del Cantone - Golf von Salerno) fortsetzen. Wir konnten auf dem sehr vollen Gelände mit etwas Glück einen goßartigen, Standplatz bekommen. Der Feiertag am Donnerstag wurde wohl von vielen Italienern für ein verlängertes Wochenende genutzt, so dass entsprechende Personenmengen den Platz bevölkerten. Wir bauten nach einer endgültigen Reisezeit von gut 8 Stunden nur das Notwendigste auf und genossen den noch regnerischen Abend bei Meeresblick aus unserem Fenster.

Blick hinten aus dem "Schlafzimmer"
Blick links in die Bucht
Blick nach rechts


Blick vom Wasser auf den Platz- Wir liegen in der Mitte zwische den Bäumen   

Samstag

Am folgenden Tag waren weiterhin Wolken und Regen angesagt. So beschlossen wir uns, zwecks der Besorgung von Grundnahrungsmitteln,auf den Weg (zurück) nach Sorrento zu machen.
Sorrento ist eine sehr hübsche kleine Stadt mit wunderschöner Klippe, Gärten und eine kleinen aber feinen Zentrum. Hier konnten wir zum ersten mal die Limoni di Sorrento bewundern. Dies sind teils melonengroße Limonen, welche in dieser Form nur an der Amalfiküste wachsen. Als Spezialität wird hieraus der bekannte Limoncello, ein etwa 34%iges Destillat, hergestellt. Diesen kann man natürlich in jedem zweiten Laden in jeder erdenklichen Flaschenform, als Pralinenfüllung und Crema erhalten. Eine Verkostung durch die Autoren steht aktuell noch aus.
Von Sorrento aus konnten wir zusätzlich die Schnellboote beobachten, welche mit einer Legion von Touristen beladen nach Capri übersetzen.  Hierzu später mehr.


Sonntag
Als wir am Sonntag die Augen öffneten strahlte uns die Sonne direkt durch das geöffnete Fenster des Wohnwagens ins Gesicht. Der Himmel war blau und in unserer Bucht lagen die ersten kleinen bis mittelgroßen Ausflugsboote.
Wir beschlossen uns die Küstenstrasse nach Amalfi (Amalfitana) anzusehen.
Als Ziele wurden Positano und Praiano angepeilt. Positano gilt hierbei als das reichste Dorf der Amalfiküste. Der Weg über die berühmte Küstenstrasse ist insgesamt -atemberaubend. Entlang der steilen Klippen führt die Strasse in geschwungenem Verlauf zu den ebenfalls am Hang errichteten Dörfern. Man hat einen wunderbaren Blick über das Meer mit den vorgelagerten Inseln der Sirenen aus Homers Odysseus.


Amalfitana vor Positano


 Als wir Positano erreichten konnte man feststellen, dass es dort unmöglich ist mal eben zu halten oder zu parken. Es besteht aufgrund der Enge der Strassen und des Geländes auch kein Fußweg. Autos passen grundsätzlich schon aneinander vorbei. Grundsätzlich. Der Ort ist wieder einmal beeindruckend in die Hänge konstruiert und zeigt eine deutlich mondänere Touch, als wir es bisher gesehen hatten. Hier gilt erstmals – wer was auf sich hält - Kragen hoch

Positano - im Gegenlicht

In Praiano ging es dann etwas bergauf zu einem kleinen Spaziergang. Von hier sollte der sogenannte „Götterpfad“, ein Wanderweg nach Positano beginnen.


Blick über Praiano


Mal schauen ob wir das noch in den nächsten Tagen machen.

 Montag:
Der Montag war dann für Gammeln und die weitere Reiseplanung blockiert worden. Die Möglichkeiten in das Welt weite Web zu gelangen war weiterhin schwierig. Wir mussten außerdem feststellen, dass man nicht mal eben, wie geplant nach Korsika übersetzen konnte, ohne nicht erhebliche Wege zurückzulegen. Nach einigem Suchen beschlossen wir daher eine kleine Routenänderung. Statt direkt nach Korsika geht es von Neapel zunächst nach Sardinien. Hier werden wir dann einige Tage verbringen und später nach Korsika übersetzen. Da die nächste Fähre erst am Dienstag dem 07.05. für uns in Frage kam, konnten wir mit etwa 2 Tagen mehr Aufenthalt in Marina del Cantone rechnen.
Gut so.


Dienstag:
Dienstag ging es mit dem Touristenboot direkt aus unserer Bucht nach Capri. Unser freundlicher und versierter Guide Vincenze konnte dann noch eine Führung samt Bustransfer an uns verhökern, was sich im Nachhinein als sinnvoll heraus stellte.


Unser Dampfer "Nerano"

Franka konnte also morgens um 9:00 ihre erste Bootsfahrt abhaken. Wir sind uns bis jetzt nicht einig, ob sie noch müde war, oder ihr vielleicht doch übel, oder ob nicht einfach nur alles komisch war, aber eine gewisse Blässe konnte man der Nasenregion nicht absprechen.


Los geht die wilde Fahrt


Wir landeten zunächst auf der Rückseite der Insel, in der Marina Piccola. In dieser kleinen Bucht färbt sich gerade in den späten Nachmittagsstunden das Meer türkisblauen. Die hier angesiedelten Lokale stehen hübsch zwischen den Klippen. Umrandet wird die Bucht von steilen Hängen mit bunten Häusern. Wirklich pitoreskt.


Marina Piccola 1


Die Ruhe vor dem Sturm


Marina Piccola 2

Von dort ging es nach Capri hoch. Neben den erwarteten Geschäften fanden sich eine Menge Touristentrupps mit unterschiedlichsten Gruppenerkennungszeichen am Shirt . Wir hatten übrigens gelbe selbst bemalte VIP Klebchen....Yes.
Von Vincenze erfuhren wir, das auf Capri seit 1989 , oder 99?, per Gesetz keine neuen Häuser errichtet werden dürfen. Ergo stieg der Preis für deinen Quadratmeter Capribude auf .... 22.000 Euro.... Yes.
Auf Capri leben übrigens etwa 12.000 Menschen – tgl. kommen 15.0000 Touristen. Und wir waren VIP ... Yes.

I need a dollar , dollar a dollar is what....

Kragen hoch

Nachdem wir Gucci und Co. gesehen hatten, ging es hoch nach Anacapri. Dies ist ein kleines Dorf oberhalb der Stadt Capri und touristisch nicht ganz so erschlossen heißt es. Na ja. Übrigens heißt die Strasse nach oben „Mamma Mia“ – Eine wirklich interessante Strassenkonstruktion. Und wer, wie ich, Höhenangst kennt, weiß warum. Aufgrund meiner Körpermaße , durfte ich rechts vorn neben dem Fahrer sitzen. Fehler. Denn so konnte ich nun direkt neben meinen Sandalen die Klippe hinab auf die Boote in der Bucht schauen. Die Tochter fand`s gut.


Bussurfing auf der Insel


In gut 400 Meter Höhe angekommen waren von der Villa Michele Neapel, der Vesuv, unsere Landzunge in Richtung Sorrento und Massa Lubrense wunderbar sichtbar.  


Blick auf Capri mit Marina Grande und unserer Landzunge im Hintergrund

Grundschulkinder in der Pause auf Anacapri

Kirche auf Anacapri - Namen vergessen

 Nach einigen Stunden ging es dann bergab zurück nach Marina Piccola. Hier wurden die Füße nochmal ins türkisblaue Wasser gehalten und ab ging es nach einer Inselumrundung nach Hause. Gegen 17:30 konnte Franki dann wieder schaukelfrei zu Abend essen.
Abschließend heißt es auch jetzt: erster deutscher CL-Finalist steht fest. Wie auch immer.


Mittwoch:
Auch an diesem Tag konnten wir uns nur zum Abhängen aufraffen. Matze war mit Franka in Massa Lubrense und trank Cafe americano. Stephie ruhte sich am Steinstrand in unserer Bucht aus. Am Abend stand ein Besuch in „Le Sirene“ an.


Le Sirene

An Fisch gibt es hier nur das was aktuell in der Bucht gefangen wird. Außerdem werden als Geheimtip  (zu Recht) die Liguini del zucchini empfohlen.
Nach einem netten und sehr köstlichen Abend ging es zur Ruhe.


Donnerstag:
Heute ging es früh Richtung Ravello und Minori. Diese Orte liegen von uns gesehen am Ende der Amalfitana. Ravello ist oberhalb der eigentlichen Küstenorte gelegen und ein sehr süßes Dorf in den Bergen. In der Villa Rufolo finden seit Jahrzehnten regelmäßig klassische Konzerte und Festspiele statt. Von dieser Villa samt Garten hat man einen Blick über die westliche Küstenregion.


Villa Rufolo

Der Garten der Villa ist mit Blumenbeeten anglegt und terassenförmig zugänglich. Die alten Gemäuer zeugen noch von der ursprünglich römischen Architektur.


Er mit ihr unterm Bogen

Nach der Villa wurde noch der Ort erkundet. In Minori ging es vornehmlich an den kleinen Strand.

Blick in die Berge vom Strand in Minori- Oberhalb ist im Hintergrund Ravello sichtbar -
Läuft


 Hier konnte dann auch die tägliche Ration von mindesten 350 g Eis eingenommen werden konnte.


Falls Fragen kommen - nein das kind bekommt nicht 350 g , nur der Vater ....


Freitag:
Chillen, chillen, chillen...sonnen....wieder chillen, chillen, chillen....

  
-ohne Worte-

Das waren die letzten acht Tage in einer kurzen Zusammenfassung, vielen Dank für euer Interesse.

Ciao Ragazzi


1 Kommentar:

  1. Es ist zum Brechen...immerzu diese fröhlich-relaxte Grundstimmung und dann noch die geradezu anmaßend attraktiven sonnengetränkten Bilder der buckligen Wahlverwandschaft!

    Würde ich euch nicht lieben ich müsste euch hassen! Bin schon quitschgelb wie eine der riesenhaften Limonen vor Neid und habe auch eine vergleichbar ausladende "meloneske" Körpermitte!

    Ihr fehlt uns wirklich sehr, mein Göttergatte meinte gestern, als Reaktion auf einen völlig wahrheitsgetreuen Tatsachenbericht über die haarsträubende Suche nach Nahrung für unsere anstehende Vermählung meinerseits, nur kopfschüttelnd: "...wird Zeit dass Stephie wieder kommt!!!". Dem schließe ich mich an!

    Dicken Kuss, Claudette

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