Tag 21 - 27: Samstag bis Freitag:
Samstag:
Wir beschlossen bereits am Sonntag die schöne Bucht
zugunsten eines Großeinkaufs in Neapel zu verlassen. Deshalb machten wir eine
letzte Tour in die nächste Bucht und genossen bei 27 Grad und Sonne nicht nur
die Aussichten bei dem Spaziergang, sondern auch den Blick auf die
Sireneninseln und Praiano mit den Füßen im Meer.
Danach hieß es das Vorzelt zu putzen. Denn es mußte dringend vom schneeartigen und in seiner letzten Konsequenz auch klebrigen Pollenflug
der letzten Tage befreit werden.
Danach wurde mit zunehmender Routine gepackt, und die Abreise vorbereitet....
Danach wurde mit zunehmender Routine gepackt, und die Abreise vorbereitet....
Es kam dabei doch ein bissel Wehmut auf. Nicht mehr jeden
Morgen mit glitzerndem Licht und Meerblick aufwachen...
Nun gut.
Sonntag:
Entgegen aller Befürchtungen des Fahrers gelang die
„Klettertour“ aus unserer Bucht mit Wohnwagengespann hervorragend. Nach
gemütlichen 2 Stunden kamen wir in Pizzouli an. Der Ort liegt etwas nördlich
von Neapel und bot uns damit eine gute Ausgangsposition für unser geplantes
Programm.
Wenn es auch profan klingt, aber es musste die Wäsche
gewaschen werden und wir brauchten eine Strandmuschel für Franka, ein zweiter
Bikini musste auch her.
Aufgrund der widererwartend doch teils sehr hohen
Temperaturen reichte der eine Bikini im Gepäck nicht aus.
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| zweisilbig und zeihändig |
Montag:
Also ging es zunächst zum neapolitanischen Decathlon und einem
IPERCOOP - Megastore.
Einkaufen, einkaufen, einkaufen ....
Es ist übrigens bemerkenswert, wieviel man mit offensichtlich
wildfremden Kassiererinnen lebhaft kommunizieren kann. Nicht nur während des Scannens und Bezahlens sondern auch darüber hinaus. Hierbei werden jedoch durch die
wartenden keine Flüche ausgestoßen oder Unruhe gestiftet.
Va bene....
Va bene....
Als wir das Nötigste besorgt hatten stand die Nachmittagsplanung an. Wir entschieden uns, Pompeij zu besuchen.
Die Idee dies mit dem Kinderwagen zu machen, stellte sich
hinterher jedoch als etwas suboptimal heraus.
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| Pompejis Strassen |
Trotz dieser kleinen Widrigkeit waren wir beide von der Größe des gesamten Areals und dem Ausgrabungsstand überrascht. Pompeji lag über 1500 Jahre lang unter einer bis zu 25 Meter hohen Decke aus vulkanischer Asche und Bimsstein begraben. Ab dem 17. Jahrhundert begannen zunächst sporadische und Ende des 18. Jahrhunderts systematische Ausgrabungen. Pompeji ist nahezu komplett (80%) ausgegraben und man wandelt in einer Stadt voller herrschaftlicher Häuser, Tempeln und Gerichte und, und, und. Man findet komplett erhaltene Thermen, in denen man von Umkleidekabinen bis zu Dampfbädern alle damals genutzten Räumlichkeiten ausgegraben hat. Alles ist erstaunlich gut erhalten, wenn man bedenkt, dass es vor so langer Zeit verschüttet wurde.
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| Außenanlage der Therme |
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| "Laß schonmal die Milch ein, ich komm´gleich.." |
Als Bonbon konnte man sich das vermutlich erste, extra für diese
Funktion erbaute, Bordell anschauen. In diesen Räumlichkeiten mussten wir
Franka, aufgrund der dargestellten Fresken, die Augen zuhalten. Die alten
Pompejianer haben es bunt getrieben, soviel steht fest.
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| klassische Schänke jener Zeit |
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| oben offen |
Wir waren insgesamt 3,5 Stunden vor Ort und hätten sicher
noch 1-2 Stunden dran hängen können. Wirklich spannend und faszinierend.
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Da Pompeji ein Ort des Unterganges ist, scheint diese Aura weiterhin zu bestehen, denn es geschah leider Verheerendes. Die Spiegelreflexkamera verweigerte abrubt den Dienst und ist seitdem nicht wieder bereit diesen aufzunehmen. Ob es am Objektiv oder der Kamera selbst liegt ist bisher nicht raus zu finden. An einer Lösung arbeiten wir aber fieberhaft. Nachfolgende Bilder wurden also leider nur mit der Sony Compact Videocamera aufgenommen.
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Da Pompeji ein Ort des Unterganges ist, scheint diese Aura weiterhin zu bestehen, denn es geschah leider Verheerendes. Die Spiegelreflexkamera verweigerte abrubt den Dienst und ist seitdem nicht wieder bereit diesen aufzunehmen. Ob es am Objektiv oder der Kamera selbst liegt ist bisher nicht raus zu finden. An einer Lösung arbeiten wir aber fieberhaft. Nachfolgende Bilder wurden also leider nur mit der Sony Compact Videocamera aufgenommen.
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Dienstag:
Der große Tag: Das erste Mal ging es heute mit dem Gespann
auf eine Fähre. Die geplante Reisedauer sollte 20 Stunden betragen. Abreise
17:00 Uhr, Ankunft 11:00 Uhr am nächsten morgen auf Sardinien in Cagliari.
Im Internet wurde eine Boardingzeit von15:00 angegeben. Wir verließen dann sehr zeitig
gegen 12:00 unser Areal, um auf alles vorbereitet zu sein und einen entsprechenden
zeitlichen Puffer zu haben.
Konnten wir unsere erste Stadtfahrt in Florenz primär unserer eigenen Kurzsichtigkeit in der Reiseplanung denn dem Navi anlasten, so sei gesagt, dass eben dieses Navi offenbar glaubt in einer 50ccm Vespa verbaut worden zu sein. Entsprechend war dann auch die Route in Neapel. Einige Flüche später (der des Fahrers und der der Neapolitaner) konnte der Hafen erreicht werden. Hier herrschte weiter geordnetes Chaos. Die restliche Wartezeit von etwa 2,5 Stunden verbrachten wir zwischen LKWs im Verladebereich. Es war sehr heiß und am Ende ging es ab 16 Uhr auf die Fähre.
Was die Geschäftsfähigen in der Reisegruppe an diesem Tage durchaus strapazierte, belustigte
Franka eher. Oder zumindest konnte es von ihr gelassen hingenommen werden.
Nach einer wunderbaren Ausfahrt aus Neapel in der Abendsonne, ging es zeitnah in unsere Kajüte und ins Bett.
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Da Franka und Stephie sich ein Bett teilten (90cm Breite)
hatte eine von beiden ein deutliches Schlafdefizit. Franka war es nicht.
So ging Matze gegen halb acht mit ihr aufs Deck und genoss nach einem Espresso die Morgensonne auf ruhiger See. Es konnten sogar ein paar olle Tümmler neben dem Kahn gesichtet werden.
Nachdem alle drei wieder vereint waren wurde die restliche
Zeit im Wartebereich verbracht, wo Franka ersten Umarmungsversuchen des kleinen
Michele zu widerstehen versuchte.
Schlussendlich waren wir umringt von 4
kleinen Italienern/- innen im Alter von wohl 2-4. Franka
genoss das Bad in der
Menge, wollte sich einer allzu körperlichen Nähe aber dann doch lieber entziehen...
Als alle Höflichkeiten ausgetauscht waren ging es ans Entladen
unseres Gespannes.
Da wir am Vortag natürlich vorwärts einfuhren und dieselbe Rampe zurück mußten,
koppelten wir den Wohnwagen ab, um ihn zu drehen und dann vorwärts den Kahn zu
verlassen.
Beim Drehen bekamen wir Hilfe der schiffseigenen Arbeiter.
Da der Wagen direkt neben der Bordwand stand wiesen wir die Jungs darauf hin,
dass hinter der Achse des Wohnwagens noch einige Meter hängen, welche den Kontakt
mit dem Stahl des Bukes nicht suchen.
Letztlich konnten wir die Kollision unseres Wagens mit dem Kahn, trotz lautstarker Warnungen, nicht verhindern, so dass einige Teile (Einzelheiten gekürzt) erhebliche Schäden aufwiesen. Die hilfsbereiten Jungs waren nunmehr zügig verschwunden. Auf die Nachfrage, wie mit dem Schaden zu verfahren sei, wurden wir verbal und stark gestikulierend auf die Nichtverantwortung des Betreibers hingewiesen. Insgesamt waren die gesprochenen Sprachen (unser schlechtes italienisch, sein nicht vorhandenes englisch) leider nie wirklich kongruend. Nach einer weiteren Stunde sachlichen Darlegens konnten wir dann mit einem Schadendprotokoll den Hafen verlassen. Höflichkeiten wurden dabei dann nicht mehr ausgetauscht.
Nach einem kurzen
Abstecher in den Baumarkt, konnten dann die Schäden überbrückend behoben werden und
es ging weiter an die mittlere Ostküste nach Arbatax.
Die Fahrt ging hauptsächlich entlang der Bundesstraße
SS125, welche hoch ins Gebirge führt und kaum gerade Abschnitte aufweist.
Entsprechend waren die Ausblicke auf die umliegende Landschaft grandios und entschädigten schnell für die Strapazen. Offensichtlich
sind die Reize der Gegend auch der Motorradfraktion schon länger bekannt. Wir sahen
auf der Fahrt mehr Bikes als Autos.
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| SS125 |
Auch auf dem Campingplatz sind etwa 80% Motorräder – ach ja
und ebenso viele Deutsche.
„Guten Morgen“ kommt bei den ersten Sonnenstrahlen in der Regel richtig an.
„Guten Morgen“ kommt bei den ersten Sonnenstrahlen in der Regel richtig an.
Der Platz (Campiaggio Villaggio Telis) übertrifft von der Ausstattung alle bisherigen. Es gibt komplette frisch renovierte Badezimmer und auch einen speziellen Babywaschraum mit Wickeltisch. Insgesamt kann man es ganz gut aushalten hier.
Donnerstag und Freitag:
Gestern und heute werden zusammengefaßt als Tage, an denen
Strand und Sonne im Vordergrund standen. Franka genoss ihre erste Erfahrung in
der Strandmuschel und wir taten nichts was einem speziellem Ziel diente. Morgen
werden wir eine Wanderung in die Schlucht Gola Gorroppu machen. Sie gilt als tiefste
Schlucht Europas und liegt im Supramonte Gebirge. Etwa eine Autostunde von uns
entfernt.
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Wenn alles gut geht hat sich unser Kameraproblem bald erledigt. In diesem Sinne lieben Gruß in Richtung Bochum in die Gilsingstraße
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Wir werden weiter berichten.....
Matze, Stephie und Franki










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