Mittwoch, 29. Mai 2013

Tag 41- 47: Donerstag bis Mittwoch:


 Donnerstag:

Nach einer (wettertechnisch) stürmischen Nacht wurde das Zelt zusätzlich mit weiteren Heringen gesichert. Zum Glück wurde das Wetter im Laufe des Morgens besser, sodass sich ein erster kurzer Blick auf das Meer genießen lies.

Abendsonne wärmt

Danach mussten wir erst einmal hemmungslos im Super U einkaufen. Die gigantische Auswahl dieses Krämerladens resultierte in dem großzügigen Konsum von allerlei Leckereien zum Ausbau des Hüftgoldes.

sieh zu !!!
 
Da die Wellen schön, aber nicht wirklich gut zu surfen waren, entschied Matze sich gegen den Neoprenanzug und den ersten Sprung in den Atlantik.
Bei herrlicher Abendsonne genossen wir ein Gläschen Wein und Belletristik.


"...on the road to nowhere..."

Freitag - Sonntag:

An dieser Stelle möchten wir die nächsten Tage etwas zusammenfassen.
Da Lacanau bereits in Planung als der Spot zum Chillen und Ausruhen gedacht war, gestalteten sich die nächsten Tage entsprechend.

Plage nord
 
Groß und Klein

 Am Samstag stand das große Finale an. Auf dem Campingplatz herrschte eine rege Betriebsamkeit, da die SAT Anlagen, aufgrund des immer wieder aufkommenden Windes neu ausgerichtet werden mußten. Schnell kam eine bekannte Gruppendynamik und Hilsbereitschaft zustande, wie sie in Deutschland wohl nur beim Fussball entsteht und fremde Menschen zügig im Geiste eint. Wir konnten unsere Anlage jedoch noch zeitgerecht in Richtung ASTRA schwänken und zu zweieinhalbt ein attraktives Gekicke verfolgen.

Weiterhin wurden wir nachts immer ordentlich von Wind durchgefegt, der auch tagsüber nicht immer nachließ. Allerdings konnten wir so endlich unsere wärmeren Klamotten nutzen. Doch nicht zuviel Unnützes eingepackt. Check.

Strandwanderung

Sonntagnacht erreichte uns Marco der zuvor das Champions League Finale in London erlebten durfte. Wenn man schon mal in Frankreich ist, kann man ja mal rumkommen. , Auf den Zeltaufbau wurde ob der fortgeschrittenen Uhrzeit verzichtet und nur schnell die Matratze aufgepumpt. Er konnte die erste Nacht traumhaft in unserem Vorzelt verbringen. 


Marko beim Warm Up


Montag

Schnell wurde das Zelt für Marco aufgebaut und ab gings  zum Strand. Die Bewölkung vom Vormittag ließ nach und wir genossen einen herrlichen Strandtag mit viel Sonne und guten Wellen.

Gummimann
 
Hier konnte Marco seinem Frischlingsstatus ein Ende bereiten und erste Erfahrungen mit dem verkürzten Polyethylen-Brett sammeln.


No Rescue needed

Weitblick

 Der eingens mitgebrachte Grill sollte auch nicht ungenutzt bleiben und so gab es bei Würstchen und Baguette erneuten meteorologischen als auch kulinarischen Genuss.


Dienstag

Der Tag gestaltete sich leider etwas aprilesk. Der stetige Wechsel von Wolkenbrüchen und strahlendem Sonnenschein machte die Tagesplanung etwas schwieriger. Trotzdem konnte man sich auf dem Campingplatz mit einer Runde Schwimmen im Pool, Billiard und Kirmesbasketball mit anschließender Pizza hervorragend die Zeit vertreiben. Dabei brach Marco den bestehenden Rekord von 58 Punkten in 45 Sekunden und stellte mit 91 Punkten eine neue Bestleistung auf, die in dieser Saison sicher nicht eingestellt wird.


Mittwoch

Marco musste leider schon wieder abreisen. Nach ausgiebiger Stärkung ging es los.  Schön, dass Du uns besucht hast!

Auch wir nutzten den Tag zum Abbau und Vorbereitung der Fahrt nach Cornwall. Zum Glück gab es an diesem Tag immer mal wieder Phasen mit Sonne,sodass der Abbau gut gelang. Am Nachmittag genossen wir mit wahnsinnigen Wetterkapriolen am Strand. 


Wetterspiele 1


Sonnenschirme rein

Two-Face
 
Insgesamt war Lacanau der erhoffte sehr chillige Aufenthalt. Die Planungen für einen erneuten Besuch arbeiten schon im Hinterkopf.

Morgen geht es dann Richtung Roscoff. Hier haben wir eine Fähre nach Plymouth gebucht, die uns über Nacht auf die Insel bringen wird. Da dies dann die erste Überquerung auf dem Atlantik ist, hoffen die Reisenden auf einen gnädigen Petrus der uns ohne große Böen und in ruhigem Gewässer übersetzen lässt.


In diesem Sinne

Chapeau - das Trio














Donnerstag, 23. Mai 2013

Tag 33-40: Donnerstag bis Mittwoch

Donnerstag:
Immer noch auf das Express-Paket aus Deutschland wartend haben wir einen entspannten Tag am Meer verbracht. Den Wellen konnte Matze nun doch nicht länger widerstehen. Also ab in den Neopren! Nach ersten frustranen Versuchen bei starker Brandung, gönnte uns Franka eine 2,5 stündige Mittagsschlafpause. Diese Zeit wurde mit kräftigem Sonnenbad am Pool genutzt. Am Abend gelangen Matze dann einige sehenswerte Wellenrutscher in den Fluten.

Japp!
Abends lernten wir dann das schweizer Pärchen, Esther und Andre, näher kennen und tranken gemeinsam einen 43er mit Milch und sardisches Bier, bei nettem Plausch bis 1 Uhr nachts.


Freitag:
Am Freitag warteten wir voller Hoffnung auf die sardischen Paketdienste...leider ergebnislos.
Deshalb fuhren wir im Nachmittag auf die nahe gelegene Hochebene Golgo.
Im Bergdorf Baunei, welches auf etwa 480 m liegt geht es rasant in steilen Serpentinen auf ca. 750 m.





Baunei von oben

Von hier oben konnten wir herrlich über das Tal bis hin zum Meer blicken. Inmitten der traumhaften Macchia, genossen wir die Ruhe zwischen Eseln, Kühen, Schweinen und Schafen, die unseren Weg kreuzten.





Auzssichtspunkt Golgo


Am Abend wurden wir dann von unseren Nachbarn zu der berühmten St.Gallener Bratwurst, Olmer genannt, eingeladen. Diese äußert delikate Kalbswurst durften wir frisch gegrillt genießen.
An dieser Stelle soll ein Insidertipp an euch weitergegeben werden:
Jeder St.Gallener erkennt einen nicht St.Gallener am Verzehr der Bratwurst:
mit Senf oder Ketchup = nicht Kenner und damit von auswärts,
ohne Senf oder Ketchup = Kenner und damit Insider!
Und das zurecht! Die Wurst ist mal richtig lecker. Mit Senf und Ketchup würde der Genuss nur getrübtJ
Nach weiterem Austausch einiger weiterer Lebensanekdoten wurde sich für den nächsten Tag in der Cala Goloritzé verabredet.

Samstag: Nachdem wir bei sämtlichen Rezeptionistinnen vermutlich schon mit Steckbrief mit der Überschrift „Package wanted“ bildlich geführt wurden, mussten Sie uns an diesem Morgen leider wieder enttäuschen.
Deshalb fuhren wir dann bester Dinge erneut Richtung Hochebene Golgo und steuerten den Wanderweg zur Gala Goloritzé an. Leider vergaßen wir vor der ca. ½ stündigen Fahrt die Trage der Tochter. Aus diesem Grund wurden Tochter und Mutter auf der Hochebene bei einer Snackbar zwischen einigen Bikern zurückgelassen und der Vater fuhr die Tour entsprechend zurück.
Randnotiz: Die Schuldfrage wurde zwar diskutiert, konnte aber nicht abschließend geklärt werden.

Die Wanderung war extrem schön. Die Macchia auf Sardinien formt eine wirklich liebliche Landschaft mit Schatten spendenden Korkeichen und blühenden Büschen und Sträuchern. Das Ganze unterbrochen von einzelnen Felswänden und Lichtungen.

Frau mit Kind

Die komplette Ruhe um uns herum, lediglich unterbrochen von einzelnen Quiekern der schweinischen Nachkunft, die Gefallen an den Eicheln gefunden haben.





Mann ohne Hut
Unterschlupf

Nach ca. 1,5 Stunden konsequenten Absteigens wurden wir von einem überwältigenden Blick auf leuchtend türkisblaues Wasser und weißem Sandstrand belohnt.




Geht
 
Jede weitere Beschreibung spottet der Realität. Wir belassen es an dieser Stelle bei den Bildern.

Die Nadel des Schicksals

Cala Goloritze

 Der ebenso lange Aufstieg wurde nicht nur von weiteren schönen Aussichten und Eindrücken belohnt.


Aufstieg

 Bei Ankunft auf dem Campingplatz wurden wir von Paket aus Bochum empfangen.
Vielen lieben Dank für die Sendung und Hilfe nach Bochum zu den Siebels.
Ihr erhebt unsere bildlastigen Retrospektiven und die Laune des Fotografen auf das gewohnte Niveau zurück.

Sonntag:
Reisetag! Nachdem die Kamera nun angekommen war und wir am Ende 11 ungeplante Nächste auf dieser Trauminsel verbringen durften, mussten Entscheidungen getroffen werden.  Sollten wir Korsika für 2-3 Tage besuchen oder direkt auf das französische Festland übersetzen???
Da uns 2-3Tage für die „Schöne“, wie Korsika auch genannt wird, nicht als ausreichend erschienen, entschlossen wir uns für das französische Festland.
Um wie geplant an einem Tag von der Mitte Sardiniens nordlich zur Fähre nach Korsika und dann weiter zum Abfahrtshafen in Ajaccio zu gelangen, um dort noch die Nachtfähre nach Toulon/Marseille zu erwischen, hieß also morgens früh um 8:00 Uhr Abfahrt Richtung Santa Teresa von wo aus die Fähre nach Bonifacio (Korsika) ablegt.
Zuletzt wurden noch Kontaktdaten mit den Schweizern ausgetauscht. (wir erinnern uns an die 70 Euro Vignetten für ein Jahr Schweiz, das könnte sich ggf. noch lohnen).
Wir erreichten den Hafen von Santa Teresa pünktlich genug, um uns das Dörfchen noch ein wenig zu Gemüte zu führen und den Pansen zu füllen.

Santa Teresa

Santa Teresa 2
 Nach 50-minütiger Schaukelei auf dem Schiff, kamen wir in Bonifacio an und fuhren direkt weiter nach Ajaccio. Die landschaftlichen Eindrücke, die wir auf der Fahrt gewinnen durften, regten uns auf jeden Fall an, Korsika als Reiseziel nicht aus den Augen zu verlieren.




auf blauem Grund nach Korsika

 Bei Ajaccio konnte dann noch zeitnah das Ticket gekauft werden und Franka fütternd ging es um 10 Uhr wieder erheblich schaukelnd Richtung Toulon.



Ajaccio Hafen

Wasserbett


Montag:
Nachdem wir morgens Toulon erreicht hatten, ging es zügig vom Schiff (diesmal organisiert,ohne Beulen, Macken, Schrammen oder sonstige Einbußen der Fahrgeräte) und wir landeten nach 2,5 Stunden herrlich eintönigem Autobahnfahren auf breiten Straßen Cap d´Agde.

Montag und damit Frankas Geburtstag:
Diesen Tag möchten wir nicht nur für einige Lobeshymnen der stolzen Eltern auf die großartige Tochter nutzen, sondern auch den aktuellen Entwicklungsstand der kleinen Motte festhalten. Besonders für alle Großeltern, die den ersten Geburtstag mit Franka aus der Ferne feiern mussten.
Vor einem Jahr kam die kleine Franka auf die Welt. Mit 2900 g und 53cm gar nicht mal so viel Mensch. Wenn wir nun auf die Zeit zurück blicken, fühlen sich vor allem die erste Tage im Krankenhaus fast ein bissel unwirklich an. Es kam uns vor, wie in einer Luftblase. Besonders! Besonders schön! Aufregend, Lebens verändernd!
Und vor allem war da sofort ein Gefühl: das Gefühl der Bedingungslosigkeit. Eine bedingungslose Dazugehörigkeit zu unserem Leben, eine bedingungslose Liebe für ein so kleines Wesen.
Aber natürlich gab es auch schwierigere Phasen. Besonders in den ersten 3 Monaten gab es Tage, die uns an die Grenzen der Belastbarkeit gebracht haben.
Die engsten der uns hier begleitenden Blogleser waren dabei und haben uns in diesen Tagen mit Rat und Tat und offenen Ohren zur Seite gestanden.

Franka ist für uns natürlich etwas ganz Besonderes. Was macht sie zu etwas Besonderem?
Vom ersten Tag an war Franka ein Baby, dass uns unheimlich wach vorkam. Die Augen guckten schnell pfiffig und interessiert aus der Wäsche und das ist bis heute so geblieben.
Sie hat uns kaum Schranken aufgezeigt und alles mitgemacht, was wir uns als Eltern so vorstellen konnten. Ob das Partys, Hochzeiten, Urlaube oder Grillfeten waren – sie ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und überstand (das ein oder andere mal auch mit Schallschutz auf den Ohren) alles mit einer sehr gelassenen Art.
Zudem lacht Franka ständig und für ihr Leben gern und strahlt häufig über das ganze Gesicht. Diese freundliche und aufgeschlossene Art zeigte sie uns früh und begeisterte uns mit ihrem Gekicher und Gequieke.

Schnell hatte man dadurch das Gefühl, dass sie ein recht ausgeglichenes Wesen mitbringt. Aiuch glauben wir ihr ein Sicherheitsgefühl zugeben, da sie besonders  in neuen Situationen (erste Badewanne, erste Schifffahrt, erste Schritte, Tierkontakt, andere Kinder usw.) keinerlei Scheu zeigt.
In einem so kurzen Jahr kann wirklich unheimlich viel passieren. Die Entwicklung, die Franka vollzogen hat lässt uns immer wieder staunen.




Und natürlich ist in den letzten fünf Wochen, die wir jetzt unterwegs sind, auch viel passiert.
Mittlerweile spielt Franka gerne selbst Verstecken. Dafür hält sie sich gerne Decken, Pullis oder ähnliche Textilien vor den Kopf und zieht es sich selbst wieder runter.
„Kuck Kuck!“

Außerdem krabbelt die Maus nun endlich. Man muss sagen, dass sie ihre Hauptenergie bisher nicht in das Thema Fortbewegung gesteckt hat. Dafür ist sie feinmotorisch weit vorne.

Klappdeckel von Sonnencremes, der Schnappverschluss von Nukki-Ketten, Brillenetuis, Umblättern in Büchern - alles keine Herausforderungen mehr.

Jeder Krümmel auf dem Boden und jedes Steinchen im Sand wird gefunden. Dann allerdings auch direkt in den Mund gesteckt, was das elterliche Reaktionsvermögen zusehends schult.
Außerdem quatscht Franka für ihr Leben gern. Auch wenn sie kein Wort sprechen kann. Lalalalala, bababababa, dadadadada, jajajajajajajaja, neineineinei.....





Stundenlang kann das gehen, besonders während der Autofahrten oder beim Buch lesen. Uns bleibt natürlich vollkommen unklar, woher sie das hat!
Laufen liegt groß im Trend. Von 2-händiger Unterstützung, konnte mittlerweile bequem auf 1-händigübergegangen werden. Wenn auch noch etwas hektisch und unkonzentriert drehtsie sich gern mal im Kreis. Insgesamt läuft es sich aber zunehmend zügig und koordiniert.


Der Wohnwagen fördert das stetige rumhangeln des Kindes von einer ecke in die andere.
Dies führt dazu, dass Franka sich besonders gerne im Eingangsbereich des Wohnwagen „versteckt“ und immer wieder um die Ecke schaut...in Erwartung der sie jagenden Eltern - um dann quietschend und quiekend vor Freude hektisch nach links und rechts zu wuseln um uns zu „entkommen“.














Das Essen der Eltern wird immer spannender. Von Spaghetti Bolognese, über Spaghetti Aglio e Olio bis hin zu Spaghetti mit Pesto (ja wir waren halt in Italien) wurde alles mit Begeisterung verspeist.
Gellati noch und nöcher und dazu Weißbrot. Also alles was das gesunde Babyherz begehrt.




 Sobald irgendetwas motorisiertes um die Ecke kommt, sei es ein Rasenmäher, Hochdruckreiniger, Motorräder oder Autos, wird alles stehen und liegen gelassen und hektisch umher geschaut um das Geschehen nicht zu verpassen.




Ach ja und die bereits erwähnten Bücher werden derzeit an der Frankischen Börse
hoch gehandelt. Besonders beim Aufwachen oder zum Einschlafen wird zum Buch gegriffen und geblättert und „gelesen“.
 


Lieblingsspiel zwischen Vater und Tochter ist das so genannte „Knuddelkloppen“. Das Kind und der Vater schmeißen sich aufeinander und von links nach rechts. Dabei wird gekitzelt und gekrabbelt, bis einer von beiden nicht mehr kann.

Die Interaktion zwischen Franka und uns wird also immer stärker. Den Höhepunkt erreicht diese, wenn Franka und wir gemeinsam Grimassen schneiden. Dabei verharrt Franka kurz mit weit aufgerissenen Augen und kugelt sich dann lachend weg!
Der absolute Hammer!

 
 





Also liebe Franka: 
Wir freuen uns über jeden Tag mit dir und genießen die gemeinsame Zeit in vollen Zügen. Jetzt und auch in Zukunft. Wir lieben Dich...



Alles Gute zum ersten Geburtstag
 


Dienstag:
Dienstag schauten wir uns Cap d´agde und Umgebung an. Dabei wurde köstlich im Hafen von Marseillan gespeist. Anschließend fuhren wir ins griechische Altstadtviertel Agde. Diese alte Hafenstadt bestach durch viele bunte Fensterläden, eng Gassen und windschief Häuser. Wirklich hübsch anzusehen.




Mittwoch:
Heute wurde die Fahrt nach Lacanau Océan angepeilt. Um halb zwölf fuhren wir los und kamen um 19:00 Uhr in Lacanau an. Diese wirklich lange Strecke wurde gut, aber am Ende müde überstanden. Nun hieß es wieder einmal (und eines der letzteren Male) Wohnwagen ausrichten, Zelt aufbauen. Zur Sicherheit wird morgen dann noch der Fernseher eingestellt (Samstag Champions League Finale!!!!!!ohhhoh).
So nun schnell noch Nahrung besorgen! Gute Nacht.


Mittwoch, 15. Mai 2013

Tag 28-32: Samstag bis Mittwoch

Samstag:
Heute ging es dann zur Gala Gorroppu im Supramonte Gebirge. Wir fuhren erneut die mit großartigen Ausblicken und Kurven bestückte SS125 nordwärts. 

SS125 auf dem Salinapass

Bei Km 183 und auf einer Höhe von etwa 1000 m über dem Meeresspiegel nahmen wir den Einstieg zur Gola. Auf dem Silanapass wurde das Auto geparkt. 


Startpunkt: Abstieg zur Gola Gorropu

 Es gibt grundsätzlich 2 Möglichkeiten zum Eingang der Schlucht zu gelangen.
Zum einen unseren geplanten Weg, der einen Abstieg von 650 Höhenmeter bedeutet. Zum anderen den offiziell einfacheren Weg. Hierzu muss man etwa 20 km weiter fahren und gelangt dann ins Tal. Von dort aus läuft man von der anderen Seite auf die Schlucht zu. Man erspart sich jedoch die Höhenmeter.
Wir starteten gegen 10:00 bei frischen 15 Grad und unter blauem Himmel den Abstieg. Auf gerölligem Untergrund ging es an alten Korkeichen und Ziegen vorbei abwärts. Man konnte herrlich über das Tal blicken und den Flusslauf erahnen, zu dem man sich vorarbeiten durfte, um in die Schlucht zu gelangen. Der Weg wechselte im Verlauf auch auf Geröllfelder, auf welchen nur ein schmaler Grad zum Gehen blieb. Man hatte jedoch die ersten 90 Minuten ein relativ trittsicheres Gelände. Die Temperaturen nahmen zum Mittag hin zu, aber die Bäume spendeten uns immer genug Schatten, so dass auch die Tochter wohl keine allzu große Hitze empfand. Als wir an der letzten Abbruchkante ankamen schoss ein ordentlicher Wind den Berg hinauf. Die letzten 40 Minuten Abstieg waren dazu doch recht abschüssig und auf dem kieseligen Untergrund auch rutschig. Aber bis zum Flussufer kamen wir sturzfrei.


Blick über das Tal - Flußufer ist das Ziel

Am Eingang zur Schlucht sahen wir dann das provisorische Kartenhäuschen. Für 5 Euro pro Schluchtenjodeler und nach Erhalt einer kleinen Einführung in das Gelände ging es hinein.
Da man sofort zwischen haushohen Felsen hindurch, darauf rutschen und klettern musste, war schnell klar, dass wir mit Franka nicht wesentlich weiter in die Schlucht gehen würden.
Wir teilten uns daher auf und machten uns jeweils allein auf den Weg.


Alle tragen Helme

Es bot sich ein atemberaubender Anblick in die Schlucht und zwischen den 500 m hohen Felswänden. Wir gingen etwa 1 km hinein.


Sonneneinfall in die Schlucht


Umkehrpunkt.....

Steine hüpfen

Grundsätzlich ist es auch möglich komplett durch den „Grand Canyon“ Europas zu gehen. Dies sei aber nur mit einem Exkursionsleiter und Kletterausrüstung sinn- und sicherlich im gleichen Maßen reizvoll.

Als Tip: Eine ähnliche Wanderung kann man auf Mallorca im Torrent de Pareis machen. Hier startet man auch oberhalb in den Bergen in einem Flußbett (je nach Jahreszeit auch Wasser führend) und landet nach gut 3-4 Stunden Kletterwandern (keine Ausrüstung nötig) in einer türkisblauen Badebucht und kann dann mit dem Bus den Berg hinauf. Auch sehr zu empfehlen.

Da wir als Trio nun aber mal einen Tragling dabei hatten, konnten wir die Gorroppu nur am Anfang genießen. Dies war am Ende ein Vorteil.
Denn der Weg zurück stand ja auch noch an. Unsere Einschätzung nur drei bis vier starke Aufstiege vor uns zu haben, stellte sich zügig als falsch heraus. Es ging einfach immer bergauf und niemals auf ebener Strecke gerade aus.
So wurden das eigene Körpergewicht und der ½ „Wanderer“ zusehends gewichtiger.
Nahe dem körperlichen Kollaps, mehreren Flüchen in Richtung eines Schuldigen für diese Qual (wurde bis heute nicht gefunden) erreichten wir nach insgesamt 7,5 Stunden auf den Beinen sehr anaerob unser Gefährt.

Der Abend gestaltete sich entsprechend langsam und nach einer Pizza aus dem Restaurant war die Messe gelesen.


Sonntag:
Aufgrund der körperlichen Strapazen vom Vortag und des bewußt werdens des  Schmerzlevels bereits beim Besuch der Sanitäranlagen, lag der Schluss nahe den Tag möglichst inaktiv zu verbringen. Zu diesem Zweck okkupierten wir die Campingplatz eigene Bucht.
Das wars .....

Montag:
Nachdem grundsätzliches Interesse an einer erneuten Wanderung bestand, wurde als nächstes Ziel die Cala Luna auserkoren. Diese Bucht kann nur mit dem Boot oder auf Schusters Rappen erreicht werden. Von Cala Gonone (etwa 70 km nördlich von uns) ging es zur Cala Fuili noch mit dem Auto.
Hier begann dann die Küstenwanderung. Insgesamt müssen hier nur maximal 130 Höhenmeter überwunden werden. Gut so....


Aussicht auf den Wanderweg

Bei etwa 24 Grad ging es wieder im Unterholz und auf steinigen Pfaden zur Bucht. Man hatte hier wunderschöne Ausblicke auf das türkisblaue Meer und die Steilküste. 



Cala Fuili


obacht Unterholz

Hauptsache eine sieht was....

Der Weg war insgesamt recht gut zu Gehen. Er bot jedoch einige recht knifflige Passagen, die aber vom Traglingträger (Stephie) gut überwunden wurden. Nach etwa 2,5 Stunden konnten wir die Bucht erreichen und sahen sie sichelförmig ( und damit namensgebend) vor uns liegen. Wir hielten die Füße ins kühle Nass und lagerten vor den Höhlen der Bucht. 


Cala Luna von oben

Cala Luna von mitendrin

Kaltes Wasser

Hier sind auch einige spektakuläre Kletterrouten direkt am und über dem Meer.



no gravity

 
Lässigerweise ging es dann am Nachmittag mit dem Boot zurück ins Dorf.
Insgesamt war dies ein wirklich gelungener Tag in einer traumhaften Bucht.


Dienstag:
Unsere Abreise war zunächst für den Mittwoch geplant.  Da Micha, als Helfer in der Not, seine Spiegelreflexkamera per Express geschickte hatte, galt es nun auf die Ankunft vor Ort zu warten. Wir bereiteten alles für eine mögliche Fahrt morgen vor, genossen einen erneuten Sonnentag und gingen alle drei locker im Pool planschen.

Da unser Zugfahrzeug in den letzten Tagen einige merkwürdige Geräusche von sich gab, galt es diese zu erkunden.
Leider kam die Kamera bis heute Abend nicht an, so dass wir auf jeden Fall noch am Mittwoch hier sein werden. Es gibt Schlimmeres.
Am Abend wurden Burger gegrillt und weitere  Kontakte zu den Mitcampern aufgenommen. Man muss wohl bis nach Sardinien fahren um Wittener zu treffen.....


Mittwoch:
Heute war ein bedeckter Tag mit kühlen Temperaturen, so um die 14-15 Grad.. Ein perfekter Tag zum Abhängen und Auto reparieren. Zum Glück kamen die Geräusche von einer Plastikabdeckung unter dem Motorraum, welche wieder einfach zu befestigen war. Hierbei wurde Kontakt zu einem sehr netten Schweizer Paar aufgenommen, die eine Menge Reisetipps für Korsika bereithielten.
Nachdem zwischenzeitlich ein ordentlicher Wind blies und es regnete hat sich das Meer in unserer Bucht deutlich aufgewogen. Die Wellen waren in Teilen durchaus surfbar, aber eigenltich wohl doch nur für übermotivierte Nichtschwimmer.

Letzten Endes ist Matze dann doch nicht in den Neopren gesprungen. Es war dann doch ein gemütlicher Abend mit rauher See im Hintergrund.
Jetzt noch den Kamin an....


In diesem Sinne
Das Trio