Tag 10 – 12: Dienstag – Donerstag
Nach sehr gelungenem Aufenthalt in Ligurien hieß unser
nächstes Ziel Florenz.
Der Abreisetag bescherte uns noch einmal strahlenden
Sonnenschein.
Also ab ins Auto und ins Navi die Adresse von Florenz eingegeben.
Das wir uns damit bereits einer ersten Herausforderung stellten war uns zu diesem Zeitpunkt noch nicht bewusst.
Nach 2,5 Stunden mit friedlich schlafendem Baby auf den
hinteren Rängen, erreichten wir dann Florenz. Doch leitete uns unser Navi (und
das laut von uns eingegebener Adresse vollkommen zurecht) direkt ins Zentrum
von Florenz. Denn wir erlagen leider dem Fehler, die korrekte Provinz von
Florenz nicht mit ins Navi einzutippen...und eine Via San Cristofano gibt es in
Florenz offensichtlich nicht nur einmal.
So galt es nun die Herausforderung zu meistern, mit einem
Gespann von ca. 10 Metern durch den florentinischen Stadtverkehr zu kommen. Dies
ist im Übrigen die Reallänge, es sei hier gesagt, dass das Gespann mit
zunehmender Verkehrsdichte und Zentrumsnähe in den Flüchen des Fahrers
überproportional schnell zu Dimensionen wuchs, die einem 40-Tonner Konkurrenz
gemacht hätten, mit 40-Tonnen fährt es sich nun mal schlecht in der Stadt (15
Minuten Florenz: „Ja ne, kein Problem, neben die 10 Meter passen auf Höhe der
Achse sicher noch 2-3 Roller“, nach 30 Minuten Florenz: „Ja ne kein Problem,
mit 18 Metern Gespann an der dritten Ausfahrt im 4-spurigen Kreisverkehr
raus...“. )
Nachdem uns die korrekte Eingabe des Zielortes wieder vor
die florentinischen Stadtgrenzen lotste (Gespannlänge blieb diesmal konstant
bei 10 Metern), gelang uns der nächste Coup.
Die Einfahrt zum Campingplatz wurde von der Hauptstraße aus
problemlos erreicht, auch die
nachfolgenden Hinweisschilder wurden erkannt und befolgt, leider wurde die
etwa, 10 Meter breite und mit bunten Flaggen versehende Einfahrt nicht
wahrgenommen, sodass wir geradewegs in die oberhalb gelegenen Hügeln und
Weinbergen einbogen. Hier verjüngten sich die Fahrbahn zu einer teilasphaltierten
einspurigen Straße. Zum Zeitpunkt des Gewahrwerdens der Situation war an ein
Wendemanöver mit dem nunmehr 25 Meter langem Gespann nicht mehr zu denken.
Die Gegend und die Aussicht über Florenz waren bestechend
schön, wir fuhren an verschiedenen Villen mit Einfahrten und schmiedeeisernen
Toren vorbei, doch der Glanz dieser Region wollte nicht recht zu uns
durchdringen.
Nachdem das Gespann weiterhin an Größe und Gewicht zunahm,
wie der Fahrer an Gewicht ab, konnte nach etwa 20 Minuten mit mehrmaligem
zurücksetzen, wegen entgegenkommenden Verkehrs das finale Ziel erreicht werden.
Dann hieß es Platz aussuchen und den Wohnwagen aufbauen und ausrichten. Wir sind nun um die Fähigkeit reicher, dieses auch an leichter Hanglage - Level 1 - wasserwagengerecht durchzuführen.
Es erfolgte dann zielgerichtet der Aufbau Satellitenschüssel zwecks Verfolgen des anstehenden Champions League Halbfinales gegen die königlichen.
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| Camping Internazionale Firenze |
Es erfolgte dann zielgerichtet der Aufbau Satellitenschüssel zwecks Verfolgen des anstehenden Champions League Halbfinales gegen die königlichen.
4:1 Heja BVB, Heja BVB, Heja, Heja, Heja BVB
Donnerstag machten wir uns dann auf den Weg nach Florenz.
Wie sich herausstellte war dies in Italien ein Feiertag: Anniversario della Liberazione – Befreiung
Italiens von den Deutschen.
Dies hatte zur Folge, dass es zu einer internationalen
Touristeninvasion in Florenz kam.
Doch auch trotz der teils überfüllten Stadt, konnten wir schöne
Eindrücke sammeln.
Im Gegensatz zu Genua, der Hafen- und Arbeiterstadt, gewinnt
man durch die verschiedenen Palazzi und Piazzi schnell den Eindruck in einem
historischen Roman zu sein. Prunkvolle Gebäude zeugen von alter Historie. Die
Stadt der Medici ist nicht umsonst die Hauptstadt der Toskana und gilt auch
aufgrund der Architektur und Kunst als Geburtsstätte der Renaissance.
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| Klassiker - Kopie des David von Michellangelo |
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Florenz gehört zu den Weltkulturerben der Unseco. Hierzu heißt es Antrag für die Aufnahme bei der Unesco, dass „jede Rechtfertigung hierfür lächerlich und unverfroren“ sei, da sich hier die „weltgrößte Anhäufung universell bekannter Kunstwerke“ befinde. (Quelle: Wikipedia)
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| Futter : Jetzt ! |
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| ausgeglichene Work-Life-Balance |
Unabhängig von den Ereignissen um uns herum, entwickelt sich
Franka prächtig:
Mittlerweile kann Franka krabbeln, erachtet diese Form der
Fortbewegung aber als irrelevant, da die Perspektive nicht annähernd so
komfortabel erscheint, wie das Stehen und Gehen an elterlichen Händen. (Eltern
haben aber leider Rücken)
Zudem ist ihr Wortschatz um die durchaus recht
eingeschränkte Silbe „DA!“ bereichert worden.
Diese Silbe hören wir nun täglich von morgens und abends in variablen
Formen und in Kombination eines Fingers, der in irgendeine Richtung weist und
so relevante Dinge anzeigt, wie den Himmel und den Boden, Wolken, Vögel, Gras,
Gänseblümchen usw.
Franka scheint unsere Tour bisher sehr gut zu bekommen. Sie
macht jeden Ausflug, ob im Kinderwagen oder in der Manduca auf dem Rücken,
problemlos mit, strahlt immer alle Menschen an und verzückt die kinderlieben
Italiener/innen gleichermaßen.
Über mangelnden Kontakt können wir uns dank Franka nicht
beschweren.
























