Mittwoch, 5. Juni 2013


 Tag 48 - 53 - Donnerstag bis Dienstag:

So liebe Leser, wir nähern uns in unterschiedlich zu bewertenden Schritten der finalen Runde unserer Reise und möchten euch nun über unsere Schritte im Vereinigten Königreich berichten....
Viel Spass

Donnerstag:
Die Anreise nach Roscoff dauerte insgesamt 8 Stunden. Die ersten 6 Stunden fuhren wir an einem Stück, da Franka super mitmachte und keinerlei Probleme mit der Fahrt zu haben schien.
In Roscoff ankommend wurden wir erwartungsgemäß von einer guten Organisation im Hafen überrascht. Wir konnten bei Ankunft direkt auf das Schiff und genossen beim Essen den traumhaften Sonnenuntergang an Deck.


nicht kitschig!

Nach Umstellung der Uhren ging es dann um 6:30 Ortszeit etwas übermüdet von Bord. 


Ausfahrt vor ihnen

Nun hieß es Linksverkehr. Erstmals nicht mit einem Mietauto, sondern mit eigenem eigenem Gefährt nebst Anhänger und fehlendem Wohnwagenaußenspiegel.
(Rückschau der Autoren: Es könnte ggf. bisher unerwähnt geblieben sein, dass dem Fahrerduo der rechte zusätzliche Seitenspiegel mehrfach abhanden kam. Das lag in Neapel z.B. an dem linken Seitenspiegel eines geparkten Autos, den wir „touchierten“ und wodurch unser Seitenspiegel erstmals unsanft auf dem Boden flog. Das zweite Mal verloren wir den rechten Spiegel auf Sardinien unter Einwirkungen der rauschenden Geschwindigkeit auf der Fahrt nach Santa Teresa. Dort zersprang dann das Spiegelglas so sehr, dass man dieses vorsichtig als unbrauchbar einstufen konnte.)

Unser ursprünglich geplantes Ziel Tintagel ließen wir zugunsten Newquays (Surf-City, UK) links liegen. Wir erreichten den Ort nach etwa 1,5 Stunden unfallfrei und suchten uns einen Zeltplatz. Hier wurden wir nach feiner britischer Art in Empfang genommen. Da wir nicht reserviert hatten und der Platz aufgrund aktueller Ferien recht voll war, musste uns ein pitch vorbereitet werden. Das hieß - der Rasen wurde gemäht - really british.
Die Pause wurde dann von uns für ein echtes englisches Breakfast genutzt. Bei Spiegelei, gebutterten Toast, Baked beans, sausages und Rösti genossen wir die ersten englischen Sonnenstrahlen.

Wir bauten zügig, mittlerweile geübt in Ausrichtung, Einrichtung des fahrbaen heims und Ausräumen des Autos, auf und begaben uns zur Location-Schau nach Newquay. Newquay versteht sich als die Stadt im englischen Königreich, in dem erstmals dem Wellenreiten nachgegangen worden sei. Es bietet in verschiedenen Buchten insgesamt sieben, oder je nach zählweise 10 Strände. Entsprechend findet man eine Menge Surfflair und – Menschen –

vier der "seven beaches" von Newquay


Die „seven beaches“ von Newquay empfingen uns bei strahlendem Sonnenschein. Da die Briten noch bis Sonntag Ferien haben, waren die Strände gut gefüllt. Wir genossen das bunte Treiben am Fistral beach (Hauptstrand) von den hohen Klippen aus.

Fistral north
sharks! sharks ! sharks!

Danach ging es zu den nahegelegenen Bedruthan Steps.
Man findet hier haushohe Felsblöcke in einer großen Bucht an einem Sandtrand gelegen. Vollkommen gefangen genommen von der Schönheit und beeindruckt von so wundervoller Natur allein bereits von oben, gingen wir die steile Treppe hinab. Diese Bucht ist einfach unbeschreiblich. Im Angesicht so eines spektakulären Naturschauspiels blieb uns nur das Staunen und demütiges Bewundern.


Bedruthan von oben


Zusätzlich hatten wir Glück mit dem Timing, denn die Bucht füllt sich bei Flut komplett und hat wohl schon den ein oder anderen Unvorsichtigen verschluckt. Wir kamen genau zum Zeitpunkt der Ebbe an und konnten daher ohne Gefahr den nun riesigen Sandstrand entlangspazieren.

Bedruthan bei Ebbe


Fussspuren

An den Felswänden hingen bis zu einer Höhe von etwa 4 m die noch lebenden Muscheln.


Muschelbank

Bis zum Hals....

Die Bilder dienen an dieser Stelle mehr der Dokumentation, denn sie fangen vermutlich nur annähernd diese spektakuläre Kulisse ein, die man wohl als die beeindruckendste der bisher gesehenen Buchten bezeichnen kann.


Samstag:

Heute standen St. Ives und Cape Cornwall zur Erkundung an.
St. Ives blickt auf eine lange Künstlergeschichte zurück und man findet noch heute zig Galerien und Ausstellungsräumchen. Wir wurden vom Charme dieses Ortes schnell erfasst schnell, denn die kleinen Häuschen und engen Gassen sorgen für einen very british style.
Es war allerdings wirklich recht voll, da die noch schulfreien Briten auch schon von St. Ives gehört zu haben schienen.

St. Ives von oben

Das störte indes nur wenig. So konnten wir noch häufiger die Gelegenheit nutzen und dem Oxford English mal wieder richtig frönen.
Ein Traum - awesome, gourgeous, lovely.... Es macht einfach Spass zu zu hören.

Auf Geheiß der Reisezeitschrift Merian kehrten wir zum Mittag ins Seafood Cafe ein.
Wie man sicher weiß ist dies eine für uns nicht  alltägliche Entscheidung.
Denn -  2 von 3 Reisenden essen eigentlich so gut wie gar keinen Fisch. Aber wir hatten uns vorgenommen dies auf der Reise partiell zu durchbrechen...
Und wir dürfen verkünden: Es hat sich gelohnt! Denn der Tipp war wirklich gut. Das Cafe war stilvoll und hübsch eingerichtet.  Die Frischfischtheke bot den morgendlichen Fang der örtlichen Fischer an. Der Seehecht mit Kartoffelpüree und der Seafood-Mix waren wirklich delicious. Wir kommen der Sache näher....

Strandbucht St. Ives

Danach machten wir uns auf den Weg zu Cape Cornwall. Dieser Zipfel des Landes ist zwar weder der Westlichste (das wäre Land´s End – 6 km weiter und in Sichtweite) noch bietet er sonstige geografische Extreme, aber wer fragt schon nach so was im Anblick dieser landschaftlichen Pracht?


Heinz baut Klippen - Yes
Cape Cornwall


Körperlich angenehm erschöpft von den Eindrücken schmissen wir abends erneut den Grill an und fielen danach müde ins Bett.


Atlantik im Rücken
Sonntag:

The Lizard und St. Mawes
Der südlichste Zipfel Englands ( geographisches Extrem!!) liegt ca. 50 km von unserem Standort entfernt, daher machten wir uns auf die Socken selbigen zu besuchen.
Wir hatten einen weiteren Tag enormes Glück mit dem Wetter und konnten die traumhafte Landschaft um Lizard Point bei blauem Himmel und Sonnenschein genießen.

In einem kleinen Café gab es dann stilecht den nachmittäglichen CreamTea.
Diese britische Vesper besteht aus einem Kännchen Tee (Earl Grey, Green or Herbal), Scones
(Mischung aus Brot und Kuchen), dazu ein Schälchen cornish Clotted Cream
(eine Art süßer Rahm/ Sahnecreme) und Marmelade.
Eine wirklich feine Zusammenstellung und eine gute Mahlzeit
...der Blick auf die Bucht von Lizard rundete den Genuss hervorragend ab.


Cream Tea

Danach ging es in das kleine Hafenstädtchen St. Mawes. Hier empfing uns das erwartet klassische Bild von Cornwall. Nicht nur die traumhaften Straßen mit Blick über Weiden und entlang des Meeres, sondern auch die kleinen „Cottages“, die weiß getünchten Natursteinhäuser und die Segelboote in der Bucht gehörten hier genauso dazu, wie die Strohhüte der älteren Herrschaften bei Afternoon-Cream-Tea.


St. Mawes


Ein traumhaftes kleines Dörfchen.
Die Häuser, die Einrichtung, und die Region verschafften eine Menge Inspiration für das eigene Heim. 

Bei Brot, Oliven, Strongbow und Milchbrei für das Baby, genossen wir die Ruhe und den Frieden der sanft schaukelnden Segelboote im Sonnenuntergang.

Oliven ? Ich hau ab.....

Montag:Lost garden of Heligan und Mevagissey

Besonders typisch für England sind die Gärten und genau einen solchen Garten besuchten wir Montag. The Lost Garden of Heligan war Jahrzehnte lang in Vergessenheit geraten, bis ein Holländer das Areal entdeckte, es quasi restaurieren ließ und somit einen neuen alten Garten schuf. Er entspricht in der Nutzung und Bepflanzung des ursprünglichen Gartens .


Lost Gardens of Heligan mit neuen Töpfen


Die 11 ha schafften wir zwar nicht ganz, aber wir konnten schöne Eindrücke und interessante Pflanzenwelten entdecken.
Im „Hyde-Park-Bereich“ des Gartens saßen wir (wie soll es auch anders sein) wieder in der Sonne und Franka genoss ihren Lunch.

frisch geschnitten


Danach besuchten wir das Fischerdörfchen Mevagissey. Der aktiv genutzte kleine Hafen dient den Fischern heute noch als „Handelsplatz“ der  frisch gefangenen Waren und somit setzen besonders die Cafés und Restaurants vor Ort eben diese auch ein.


Mevagissey Hafen


Da unser Hunger aber nicht allzu groß war, beschränkten wir diesmal unseren Lunch auf Fish & Chips. Etwas eigentümlich und uns bisher unbekannt, ist der reichhaltige Einsatz von Essig auf eben selbigem Fast Food. Dies tut der geschmacklichen Auswüchse allerdings keinerlei Abbruch und so entwickeln wir uns offensichtlich noch zu reichhaltigen Fischkonsumenten.


Ladies first


Von einer älteren Dame des Ortes wurden wir darauf hingewiesen, das Essen zu schützen, da die Möwen einem die Chips von der Hand klauen. Ein entsprechender Anschleichversuch des gefiederten Nahrungsdiebes konnte zum Glück frühzeitig entlarft und das Mahl gerettet werden.


Hafenidylle

Weg he -  Superhirn
Dienstag:

Da bei surforecast.com eine 3/10 für die Wellen ins Fristal Beach in Newquay angesagt waren, stand eine Tourpause zur Bräunung, zum entspannen am Strand und Boarden an.
Die Wellen waren dann auch erwartungsgemäß hervorragenden und so genossen wir einen Strandtag, den wir ebenso für morgen planen.

Mittwoch, 29. Mai 2013

Tag 41- 47: Donerstag bis Mittwoch:


 Donnerstag:

Nach einer (wettertechnisch) stürmischen Nacht wurde das Zelt zusätzlich mit weiteren Heringen gesichert. Zum Glück wurde das Wetter im Laufe des Morgens besser, sodass sich ein erster kurzer Blick auf das Meer genießen lies.

Abendsonne wärmt

Danach mussten wir erst einmal hemmungslos im Super U einkaufen. Die gigantische Auswahl dieses Krämerladens resultierte in dem großzügigen Konsum von allerlei Leckereien zum Ausbau des Hüftgoldes.

sieh zu !!!
 
Da die Wellen schön, aber nicht wirklich gut zu surfen waren, entschied Matze sich gegen den Neoprenanzug und den ersten Sprung in den Atlantik.
Bei herrlicher Abendsonne genossen wir ein Gläschen Wein und Belletristik.


"...on the road to nowhere..."

Freitag - Sonntag:

An dieser Stelle möchten wir die nächsten Tage etwas zusammenfassen.
Da Lacanau bereits in Planung als der Spot zum Chillen und Ausruhen gedacht war, gestalteten sich die nächsten Tage entsprechend.

Plage nord
 
Groß und Klein

 Am Samstag stand das große Finale an. Auf dem Campingplatz herrschte eine rege Betriebsamkeit, da die SAT Anlagen, aufgrund des immer wieder aufkommenden Windes neu ausgerichtet werden mußten. Schnell kam eine bekannte Gruppendynamik und Hilsbereitschaft zustande, wie sie in Deutschland wohl nur beim Fussball entsteht und fremde Menschen zügig im Geiste eint. Wir konnten unsere Anlage jedoch noch zeitgerecht in Richtung ASTRA schwänken und zu zweieinhalbt ein attraktives Gekicke verfolgen.

Weiterhin wurden wir nachts immer ordentlich von Wind durchgefegt, der auch tagsüber nicht immer nachließ. Allerdings konnten wir so endlich unsere wärmeren Klamotten nutzen. Doch nicht zuviel Unnützes eingepackt. Check.

Strandwanderung

Sonntagnacht erreichte uns Marco der zuvor das Champions League Finale in London erlebten durfte. Wenn man schon mal in Frankreich ist, kann man ja mal rumkommen. , Auf den Zeltaufbau wurde ob der fortgeschrittenen Uhrzeit verzichtet und nur schnell die Matratze aufgepumpt. Er konnte die erste Nacht traumhaft in unserem Vorzelt verbringen. 


Marko beim Warm Up


Montag

Schnell wurde das Zelt für Marco aufgebaut und ab gings  zum Strand. Die Bewölkung vom Vormittag ließ nach und wir genossen einen herrlichen Strandtag mit viel Sonne und guten Wellen.

Gummimann
 
Hier konnte Marco seinem Frischlingsstatus ein Ende bereiten und erste Erfahrungen mit dem verkürzten Polyethylen-Brett sammeln.


No Rescue needed

Weitblick

 Der eingens mitgebrachte Grill sollte auch nicht ungenutzt bleiben und so gab es bei Würstchen und Baguette erneuten meteorologischen als auch kulinarischen Genuss.


Dienstag

Der Tag gestaltete sich leider etwas aprilesk. Der stetige Wechsel von Wolkenbrüchen und strahlendem Sonnenschein machte die Tagesplanung etwas schwieriger. Trotzdem konnte man sich auf dem Campingplatz mit einer Runde Schwimmen im Pool, Billiard und Kirmesbasketball mit anschließender Pizza hervorragend die Zeit vertreiben. Dabei brach Marco den bestehenden Rekord von 58 Punkten in 45 Sekunden und stellte mit 91 Punkten eine neue Bestleistung auf, die in dieser Saison sicher nicht eingestellt wird.


Mittwoch

Marco musste leider schon wieder abreisen. Nach ausgiebiger Stärkung ging es los.  Schön, dass Du uns besucht hast!

Auch wir nutzten den Tag zum Abbau und Vorbereitung der Fahrt nach Cornwall. Zum Glück gab es an diesem Tag immer mal wieder Phasen mit Sonne,sodass der Abbau gut gelang. Am Nachmittag genossen wir mit wahnsinnigen Wetterkapriolen am Strand. 


Wetterspiele 1


Sonnenschirme rein

Two-Face
 
Insgesamt war Lacanau der erhoffte sehr chillige Aufenthalt. Die Planungen für einen erneuten Besuch arbeiten schon im Hinterkopf.

Morgen geht es dann Richtung Roscoff. Hier haben wir eine Fähre nach Plymouth gebucht, die uns über Nacht auf die Insel bringen wird. Da dies dann die erste Überquerung auf dem Atlantik ist, hoffen die Reisenden auf einen gnädigen Petrus der uns ohne große Böen und in ruhigem Gewässer übersetzen lässt.


In diesem Sinne

Chapeau - das Trio














Donnerstag, 23. Mai 2013

Tag 33-40: Donnerstag bis Mittwoch

Donnerstag:
Immer noch auf das Express-Paket aus Deutschland wartend haben wir einen entspannten Tag am Meer verbracht. Den Wellen konnte Matze nun doch nicht länger widerstehen. Also ab in den Neopren! Nach ersten frustranen Versuchen bei starker Brandung, gönnte uns Franka eine 2,5 stündige Mittagsschlafpause. Diese Zeit wurde mit kräftigem Sonnenbad am Pool genutzt. Am Abend gelangen Matze dann einige sehenswerte Wellenrutscher in den Fluten.

Japp!
Abends lernten wir dann das schweizer Pärchen, Esther und Andre, näher kennen und tranken gemeinsam einen 43er mit Milch und sardisches Bier, bei nettem Plausch bis 1 Uhr nachts.


Freitag:
Am Freitag warteten wir voller Hoffnung auf die sardischen Paketdienste...leider ergebnislos.
Deshalb fuhren wir im Nachmittag auf die nahe gelegene Hochebene Golgo.
Im Bergdorf Baunei, welches auf etwa 480 m liegt geht es rasant in steilen Serpentinen auf ca. 750 m.





Baunei von oben

Von hier oben konnten wir herrlich über das Tal bis hin zum Meer blicken. Inmitten der traumhaften Macchia, genossen wir die Ruhe zwischen Eseln, Kühen, Schweinen und Schafen, die unseren Weg kreuzten.





Auzssichtspunkt Golgo


Am Abend wurden wir dann von unseren Nachbarn zu der berühmten St.Gallener Bratwurst, Olmer genannt, eingeladen. Diese äußert delikate Kalbswurst durften wir frisch gegrillt genießen.
An dieser Stelle soll ein Insidertipp an euch weitergegeben werden:
Jeder St.Gallener erkennt einen nicht St.Gallener am Verzehr der Bratwurst:
mit Senf oder Ketchup = nicht Kenner und damit von auswärts,
ohne Senf oder Ketchup = Kenner und damit Insider!
Und das zurecht! Die Wurst ist mal richtig lecker. Mit Senf und Ketchup würde der Genuss nur getrübtJ
Nach weiterem Austausch einiger weiterer Lebensanekdoten wurde sich für den nächsten Tag in der Cala Goloritzé verabredet.

Samstag: Nachdem wir bei sämtlichen Rezeptionistinnen vermutlich schon mit Steckbrief mit der Überschrift „Package wanted“ bildlich geführt wurden, mussten Sie uns an diesem Morgen leider wieder enttäuschen.
Deshalb fuhren wir dann bester Dinge erneut Richtung Hochebene Golgo und steuerten den Wanderweg zur Gala Goloritzé an. Leider vergaßen wir vor der ca. ½ stündigen Fahrt die Trage der Tochter. Aus diesem Grund wurden Tochter und Mutter auf der Hochebene bei einer Snackbar zwischen einigen Bikern zurückgelassen und der Vater fuhr die Tour entsprechend zurück.
Randnotiz: Die Schuldfrage wurde zwar diskutiert, konnte aber nicht abschließend geklärt werden.

Die Wanderung war extrem schön. Die Macchia auf Sardinien formt eine wirklich liebliche Landschaft mit Schatten spendenden Korkeichen und blühenden Büschen und Sträuchern. Das Ganze unterbrochen von einzelnen Felswänden und Lichtungen.

Frau mit Kind

Die komplette Ruhe um uns herum, lediglich unterbrochen von einzelnen Quiekern der schweinischen Nachkunft, die Gefallen an den Eicheln gefunden haben.





Mann ohne Hut
Unterschlupf

Nach ca. 1,5 Stunden konsequenten Absteigens wurden wir von einem überwältigenden Blick auf leuchtend türkisblaues Wasser und weißem Sandstrand belohnt.




Geht
 
Jede weitere Beschreibung spottet der Realität. Wir belassen es an dieser Stelle bei den Bildern.

Die Nadel des Schicksals

Cala Goloritze

 Der ebenso lange Aufstieg wurde nicht nur von weiteren schönen Aussichten und Eindrücken belohnt.


Aufstieg

 Bei Ankunft auf dem Campingplatz wurden wir von Paket aus Bochum empfangen.
Vielen lieben Dank für die Sendung und Hilfe nach Bochum zu den Siebels.
Ihr erhebt unsere bildlastigen Retrospektiven und die Laune des Fotografen auf das gewohnte Niveau zurück.

Sonntag:
Reisetag! Nachdem die Kamera nun angekommen war und wir am Ende 11 ungeplante Nächste auf dieser Trauminsel verbringen durften, mussten Entscheidungen getroffen werden.  Sollten wir Korsika für 2-3 Tage besuchen oder direkt auf das französische Festland übersetzen???
Da uns 2-3Tage für die „Schöne“, wie Korsika auch genannt wird, nicht als ausreichend erschienen, entschlossen wir uns für das französische Festland.
Um wie geplant an einem Tag von der Mitte Sardiniens nordlich zur Fähre nach Korsika und dann weiter zum Abfahrtshafen in Ajaccio zu gelangen, um dort noch die Nachtfähre nach Toulon/Marseille zu erwischen, hieß also morgens früh um 8:00 Uhr Abfahrt Richtung Santa Teresa von wo aus die Fähre nach Bonifacio (Korsika) ablegt.
Zuletzt wurden noch Kontaktdaten mit den Schweizern ausgetauscht. (wir erinnern uns an die 70 Euro Vignetten für ein Jahr Schweiz, das könnte sich ggf. noch lohnen).
Wir erreichten den Hafen von Santa Teresa pünktlich genug, um uns das Dörfchen noch ein wenig zu Gemüte zu führen und den Pansen zu füllen.

Santa Teresa

Santa Teresa 2
 Nach 50-minütiger Schaukelei auf dem Schiff, kamen wir in Bonifacio an und fuhren direkt weiter nach Ajaccio. Die landschaftlichen Eindrücke, die wir auf der Fahrt gewinnen durften, regten uns auf jeden Fall an, Korsika als Reiseziel nicht aus den Augen zu verlieren.




auf blauem Grund nach Korsika

 Bei Ajaccio konnte dann noch zeitnah das Ticket gekauft werden und Franka fütternd ging es um 10 Uhr wieder erheblich schaukelnd Richtung Toulon.



Ajaccio Hafen

Wasserbett


Montag:
Nachdem wir morgens Toulon erreicht hatten, ging es zügig vom Schiff (diesmal organisiert,ohne Beulen, Macken, Schrammen oder sonstige Einbußen der Fahrgeräte) und wir landeten nach 2,5 Stunden herrlich eintönigem Autobahnfahren auf breiten Straßen Cap d´Agde.

Montag und damit Frankas Geburtstag:
Diesen Tag möchten wir nicht nur für einige Lobeshymnen der stolzen Eltern auf die großartige Tochter nutzen, sondern auch den aktuellen Entwicklungsstand der kleinen Motte festhalten. Besonders für alle Großeltern, die den ersten Geburtstag mit Franka aus der Ferne feiern mussten.
Vor einem Jahr kam die kleine Franka auf die Welt. Mit 2900 g und 53cm gar nicht mal so viel Mensch. Wenn wir nun auf die Zeit zurück blicken, fühlen sich vor allem die erste Tage im Krankenhaus fast ein bissel unwirklich an. Es kam uns vor, wie in einer Luftblase. Besonders! Besonders schön! Aufregend, Lebens verändernd!
Und vor allem war da sofort ein Gefühl: das Gefühl der Bedingungslosigkeit. Eine bedingungslose Dazugehörigkeit zu unserem Leben, eine bedingungslose Liebe für ein so kleines Wesen.
Aber natürlich gab es auch schwierigere Phasen. Besonders in den ersten 3 Monaten gab es Tage, die uns an die Grenzen der Belastbarkeit gebracht haben.
Die engsten der uns hier begleitenden Blogleser waren dabei und haben uns in diesen Tagen mit Rat und Tat und offenen Ohren zur Seite gestanden.

Franka ist für uns natürlich etwas ganz Besonderes. Was macht sie zu etwas Besonderem?
Vom ersten Tag an war Franka ein Baby, dass uns unheimlich wach vorkam. Die Augen guckten schnell pfiffig und interessiert aus der Wäsche und das ist bis heute so geblieben.
Sie hat uns kaum Schranken aufgezeigt und alles mitgemacht, was wir uns als Eltern so vorstellen konnten. Ob das Partys, Hochzeiten, Urlaube oder Grillfeten waren – sie ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und überstand (das ein oder andere mal auch mit Schallschutz auf den Ohren) alles mit einer sehr gelassenen Art.
Zudem lacht Franka ständig und für ihr Leben gern und strahlt häufig über das ganze Gesicht. Diese freundliche und aufgeschlossene Art zeigte sie uns früh und begeisterte uns mit ihrem Gekicher und Gequieke.

Schnell hatte man dadurch das Gefühl, dass sie ein recht ausgeglichenes Wesen mitbringt. Aiuch glauben wir ihr ein Sicherheitsgefühl zugeben, da sie besonders  in neuen Situationen (erste Badewanne, erste Schifffahrt, erste Schritte, Tierkontakt, andere Kinder usw.) keinerlei Scheu zeigt.
In einem so kurzen Jahr kann wirklich unheimlich viel passieren. Die Entwicklung, die Franka vollzogen hat lässt uns immer wieder staunen.




Und natürlich ist in den letzten fünf Wochen, die wir jetzt unterwegs sind, auch viel passiert.
Mittlerweile spielt Franka gerne selbst Verstecken. Dafür hält sie sich gerne Decken, Pullis oder ähnliche Textilien vor den Kopf und zieht es sich selbst wieder runter.
„Kuck Kuck!“

Außerdem krabbelt die Maus nun endlich. Man muss sagen, dass sie ihre Hauptenergie bisher nicht in das Thema Fortbewegung gesteckt hat. Dafür ist sie feinmotorisch weit vorne.

Klappdeckel von Sonnencremes, der Schnappverschluss von Nukki-Ketten, Brillenetuis, Umblättern in Büchern - alles keine Herausforderungen mehr.

Jeder Krümmel auf dem Boden und jedes Steinchen im Sand wird gefunden. Dann allerdings auch direkt in den Mund gesteckt, was das elterliche Reaktionsvermögen zusehends schult.
Außerdem quatscht Franka für ihr Leben gern. Auch wenn sie kein Wort sprechen kann. Lalalalala, bababababa, dadadadada, jajajajajajajaja, neineineinei.....





Stundenlang kann das gehen, besonders während der Autofahrten oder beim Buch lesen. Uns bleibt natürlich vollkommen unklar, woher sie das hat!
Laufen liegt groß im Trend. Von 2-händiger Unterstützung, konnte mittlerweile bequem auf 1-händigübergegangen werden. Wenn auch noch etwas hektisch und unkonzentriert drehtsie sich gern mal im Kreis. Insgesamt läuft es sich aber zunehmend zügig und koordiniert.


Der Wohnwagen fördert das stetige rumhangeln des Kindes von einer ecke in die andere.
Dies führt dazu, dass Franka sich besonders gerne im Eingangsbereich des Wohnwagen „versteckt“ und immer wieder um die Ecke schaut...in Erwartung der sie jagenden Eltern - um dann quietschend und quiekend vor Freude hektisch nach links und rechts zu wuseln um uns zu „entkommen“.














Das Essen der Eltern wird immer spannender. Von Spaghetti Bolognese, über Spaghetti Aglio e Olio bis hin zu Spaghetti mit Pesto (ja wir waren halt in Italien) wurde alles mit Begeisterung verspeist.
Gellati noch und nöcher und dazu Weißbrot. Also alles was das gesunde Babyherz begehrt.




 Sobald irgendetwas motorisiertes um die Ecke kommt, sei es ein Rasenmäher, Hochdruckreiniger, Motorräder oder Autos, wird alles stehen und liegen gelassen und hektisch umher geschaut um das Geschehen nicht zu verpassen.




Ach ja und die bereits erwähnten Bücher werden derzeit an der Frankischen Börse
hoch gehandelt. Besonders beim Aufwachen oder zum Einschlafen wird zum Buch gegriffen und geblättert und „gelesen“.
 


Lieblingsspiel zwischen Vater und Tochter ist das so genannte „Knuddelkloppen“. Das Kind und der Vater schmeißen sich aufeinander und von links nach rechts. Dabei wird gekitzelt und gekrabbelt, bis einer von beiden nicht mehr kann.

Die Interaktion zwischen Franka und uns wird also immer stärker. Den Höhepunkt erreicht diese, wenn Franka und wir gemeinsam Grimassen schneiden. Dabei verharrt Franka kurz mit weit aufgerissenen Augen und kugelt sich dann lachend weg!
Der absolute Hammer!

 
 





Also liebe Franka: 
Wir freuen uns über jeden Tag mit dir und genießen die gemeinsame Zeit in vollen Zügen. Jetzt und auch in Zukunft. Wir lieben Dich...



Alles Gute zum ersten Geburtstag
 


Dienstag:
Dienstag schauten wir uns Cap d´agde und Umgebung an. Dabei wurde köstlich im Hafen von Marseillan gespeist. Anschließend fuhren wir ins griechische Altstadtviertel Agde. Diese alte Hafenstadt bestach durch viele bunte Fensterläden, eng Gassen und windschief Häuser. Wirklich hübsch anzusehen.




Mittwoch:
Heute wurde die Fahrt nach Lacanau Océan angepeilt. Um halb zwölf fuhren wir los und kamen um 19:00 Uhr in Lacanau an. Diese wirklich lange Strecke wurde gut, aber am Ende müde überstanden. Nun hieß es wieder einmal (und eines der letzteren Male) Wohnwagen ausrichten, Zelt aufbauen. Zur Sicherheit wird morgen dann noch der Fernseher eingestellt (Samstag Champions League Finale!!!!!!ohhhoh).
So nun schnell noch Nahrung besorgen! Gute Nacht.