Tag 28-32: Samstag bis Mittwoch
Samstag:
Heute ging es dann zur Gala Gorroppu im Supramonte Gebirge.
Wir fuhren erneut die mit großartigen Ausblicken und Kurven bestückte SS125
nordwärts.
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| SS125 auf dem Salinapass |
Bei Km 183 und auf einer Höhe von etwa 1000 m über dem Meeresspiegel
nahmen wir den Einstieg zur Gola. Auf dem Silanapass wurde das Auto geparkt.
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| Startpunkt: Abstieg zur Gola Gorropu |
Es gibt grundsätzlich 2 Möglichkeiten zum Eingang der
Schlucht zu gelangen.
Zum einen unseren geplanten Weg, der einen Abstieg von 650
Höhenmeter bedeutet. Zum anderen den offiziell einfacheren Weg. Hierzu muss man
etwa 20 km weiter fahren und gelangt dann ins Tal. Von dort aus läuft man von
der anderen Seite auf die Schlucht zu. Man erspart sich jedoch die Höhenmeter.
Wir starteten gegen 10:00 bei frischen 15 Grad und unter blauem
Himmel den Abstieg. Auf gerölligem Untergrund ging es an alten Korkeichen und
Ziegen vorbei abwärts. Man konnte herrlich über das Tal blicken und den Flusslauf
erahnen, zu dem man sich vorarbeiten durfte, um in die Schlucht zu gelangen.
Der Weg wechselte im Verlauf auch auf Geröllfelder, auf welchen nur ein
schmaler Grad zum Gehen blieb. Man hatte jedoch die ersten 90 Minuten ein relativ
trittsicheres Gelände. Die Temperaturen nahmen zum Mittag hin zu, aber die
Bäume spendeten uns immer genug Schatten, so dass auch die Tochter wohl keine
allzu große Hitze empfand. Als wir an der letzten Abbruchkante ankamen schoss
ein ordentlicher Wind den Berg hinauf. Die letzten 40 Minuten Abstieg waren
dazu doch recht abschüssig und auf dem kieseligen Untergrund auch rutschig.
Aber bis zum Flussufer kamen wir sturzfrei.
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| Blick über das Tal - Flußufer ist das Ziel |
Am Eingang zur Schlucht sahen wir dann das provisorische
Kartenhäuschen. Für 5 Euro pro Schluchtenjodeler und nach Erhalt einer kleinen
Einführung in das Gelände ging es hinein.
Da man sofort zwischen haushohen Felsen hindurch, darauf
rutschen und klettern musste, war schnell klar, dass wir mit Franka nicht wesentlich
weiter in die Schlucht gehen würden.
Wir teilten uns daher auf und machten uns jeweils allein auf
den Weg.
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| Alle tragen Helme |
Es bot sich ein atemberaubender Anblick in die Schlucht und zwischen
den 500 m hohen Felswänden. Wir gingen etwa 1 km hinein.
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| Sonneneinfall in die Schlucht |
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| Umkehrpunkt..... |
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| Steine hüpfen |
Grundsätzlich ist es auch möglich komplett durch den „Grand
Canyon“ Europas zu gehen. Dies sei aber nur mit einem Exkursionsleiter und Kletterausrüstung
sinn- und sicherlich im gleichen Maßen reizvoll.
Als Tip: Eine ähnliche Wanderung kann man auf Mallorca im
Torrent de Pareis machen. Hier startet man auch oberhalb in den Bergen in einem
Flußbett (je nach Jahreszeit auch Wasser führend) und landet nach gut 3-4
Stunden Kletterwandern (keine Ausrüstung nötig) in einer türkisblauen Badebucht
und kann dann mit dem Bus den Berg hinauf. Auch sehr zu empfehlen.
Da wir als Trio nun aber mal einen Tragling dabei hatten,
konnten wir die Gorroppu nur am Anfang genießen. Dies war am Ende ein Vorteil.
Denn der Weg zurück stand ja auch noch an. Unsere
Einschätzung nur drei bis vier starke Aufstiege vor uns zu haben, stellte sich
zügig als falsch heraus. Es ging einfach immer bergauf und niemals auf ebener
Strecke gerade aus.
So wurden das eigene Körpergewicht und der ½ „Wanderer“
zusehends gewichtiger.
Nahe dem körperlichen Kollaps, mehreren Flüchen in Richtung
eines Schuldigen für diese Qual (wurde bis heute nicht gefunden) erreichten wir
nach insgesamt 7,5 Stunden auf den Beinen sehr anaerob unser Gefährt.
Der Abend gestaltete sich entsprechend langsam und nach
einer Pizza aus dem Restaurant war die Messe gelesen.
Sonntag:
Aufgrund der körperlichen Strapazen vom Vortag und des
bewußt werdens des Schmerzlevels bereits
beim Besuch der Sanitäranlagen, lag der Schluss nahe den Tag möglichst inaktiv
zu verbringen. Zu diesem Zweck okkupierten wir die Campingplatz eigene Bucht.
Das wars .....
Montag:
Nachdem grundsätzliches Interesse an einer erneuten
Wanderung bestand, wurde als nächstes Ziel die Cala Luna auserkoren. Diese
Bucht kann nur mit dem Boot oder auf Schusters Rappen erreicht werden. Von Cala
Gonone (etwa 70 km nördlich von uns) ging es zur Cala Fuili noch mit dem Auto.
Hier begann dann die Küstenwanderung. Insgesamt müssen hier
nur maximal 130 Höhenmeter überwunden werden. Gut so....
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| Aussicht auf den Wanderweg |
Bei etwa 24 Grad ging es wieder im Unterholz und auf
steinigen Pfaden zur Bucht. Man hatte hier wunderschöne Ausblicke auf das
türkisblaue Meer und die Steilküste.
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| Cala Fuili |
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| obacht Unterholz |
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| Hauptsache eine sieht was.... |
Der Weg war insgesamt recht gut zu Gehen.
Er bot jedoch einige recht knifflige Passagen, die aber vom Traglingträger
(Stephie) gut überwunden wurden. Nach etwa 2,5 Stunden konnten wir die Bucht
erreichen und sahen sie sichelförmig ( und damit namensgebend) vor uns liegen.
Wir hielten die Füße ins kühle Nass und lagerten vor den Höhlen der Bucht.
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| Cala Luna von oben |
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| Cala Luna von mitendrin |
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| Kaltes Wasser |
Hier
sind auch einige spektakuläre Kletterrouten direkt am und über dem Meer.
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| no gravity |
Lässigerweise ging es dann am Nachmittag mit dem Boot zurück
ins Dorf.
Insgesamt war dies ein wirklich gelungener Tag in einer
traumhaften Bucht.
Dienstag:
Unsere Abreise war zunächst für den Mittwoch geplant. Da Micha, als Helfer in der Not, seine
Spiegelreflexkamera per Express geschickte hatte, galt es nun auf die Ankunft
vor Ort zu warten. Wir bereiteten alles für eine mögliche Fahrt morgen vor,
genossen einen erneuten Sonnentag und gingen alle drei locker im Pool
planschen.
Da unser Zugfahrzeug in den letzten Tagen einige merkwürdige
Geräusche von sich gab, galt es diese zu erkunden.
Leider kam die Kamera bis heute Abend nicht an, so dass wir
auf jeden Fall noch am Mittwoch hier sein werden. Es gibt Schlimmeres.
Am Abend wurden Burger gegrillt und weitere Kontakte zu den Mitcampern aufgenommen. Man
muss wohl bis nach Sardinien fahren um Wittener zu treffen.....
Mittwoch:
Heute war ein bedeckter Tag mit kühlen Temperaturen, so um die
14-15 Grad.. Ein perfekter Tag zum Abhängen und Auto reparieren. Zum Glück
kamen die Geräusche von einer Plastikabdeckung unter dem Motorraum, welche
wieder einfach zu befestigen war. Hierbei wurde Kontakt zu einem sehr netten Schweizer
Paar aufgenommen, die eine Menge Reisetipps für Korsika bereithielten.
Nachdem zwischenzeitlich ein ordentlicher Wind blies und es
regnete hat sich das Meer in unserer Bucht deutlich aufgewogen. Die Wellen
waren in Teilen durchaus surfbar, aber eigenltich wohl doch nur für
übermotivierte Nichtschwimmer.Letzten Endes ist Matze dann doch nicht in den Neopren gesprungen. Es war dann doch ein gemütlicher Abend mit rauher See im Hintergrund.
Jetzt noch den Kamin an....
In diesem Sinne
Das Trio















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